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Aktionstag an der Niddaroute am 20. Juni 2019 mit vielen Attraktionen

Das Konzept

Im August 2007 schlossen sich nach zweijähriger Vorbereitungszeit die Städte Bad Vilbel, Karben, Niddatal, Florstadt, die Gemeinde Wöllstadt und der Wetteraukreis zum „Zweckverband Regionalpark Niddaroute“ zusammen. Bereits im Januar 2009 traten die Stadt Nidda und die Gemeinde Ranstadt dem Zweckverband bei. Mit der Stadt Schotten und dem Wasserverband Nidda wurde eine enge Kooperation vereinbart.

Ziel des Zweckverbandes ist es, unter dem Dach der Regionalpark RheinMain GmbH, den Niddauferweg zu einem Regionalparkprojekt auszubauen und ihn der Bevölkerung zugänglich zu machen. Damit soll die Niddaroute nicht nur für die Naherholung attraktiv ausgebaut werden. Mit der Entwicklung des Produkts „Regionalpark Niddaroute“ von der Quelle der Nidda am Hoherodskopf (Hoher Vogelsberg) bis zu ihrer Mündung in der Bankenmetropole Frankfurt am Main ist das Projekt auch von überregionaler Bedeutung.

Damit passt sich der „Regionalpark Niddaroute“, auf dem über weite Strecken auch der Hessische Fernradweg R4 verläuft, sehr gut in das ausgebaute Fern- und Themenradnetz nördlich von Frankfurt ein. Über den Hoherodskopf besteht eine Verbin-dung zum Vulkan-Radweg, in Florstadt kreuzt der Limesradweg, von Karben und Bad Vilbel gibt es Verbindungswege zum Regionalpark Hohe Straße und wieder zum Vulkanradweg. In Frankfurt-Höchst beginnt die Regionalpark Route „Von der Nidda zum Opelzoo“. Wenige Kilometer weiter mündet die Nidda und den Main und die Niddaroute in den Main-Radweg (R 3).

1. Wegeausbau

Kernaufgabe des Projektes ist der Nutzer gerechte Wegeausbau. Der Weg wird in einer Breite von 2,50 bis 3,00 m ausgebaut und asphaltiert. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt über 9 Mio. Euro. Das Land Hessen bezuschusst die Ausbaumaßnahme mit 75 % der Baukosten. In weiten Teilen ist der Weg bereits schon ausgebaut, so zwischen Schotten, Nidda, Ranstadt und Ober-Florstadt, zwischen Nieder-Florstadt, Niddatal und Okarben, zwischen Klein-Karben und Gronau oder vom Kurpark Bad Vilbel bis nach Frankfurt. Des Weiteren baute der Zweckverband Brückenanbindungen (Brücke Nieder-Wöllstadt/Burg-Gräfenrode), Straßenkreuzungen (Unterführung der B 45 in Ilbenstadt) und Verkehrssicherungsmaßnahmen (Route in Staden, LSA in Nieder-Florstadt), damit die Nutzung der Wege für alle Altersgruppen sicher und bequem ist.

Die Abbildungen zeigen den Weg im Kurpark Bad Vilbel
vor dem Ausbau (links) und danach (mitte).
Alle Fotos: Zweckverband

Ausgebauter Weg in Dauernheim

2. Erlebnispunkte

Die Errichtung von Erlebnis- und Attraktionspunkten ist die zweite Säule des Regionalparkprojektes. Sie sollen den Besuchern neue Erlebnisräume in einer der ältesten Kulturlandschaft Deutschlands erschließen. Die Kommunen entlang der Nidda werden ihre Besonderheiten und Vielfalt herausstellen; ob Mineralquellen in Bad Vilbel und Bad Salzhausen, Obstverwertung und Obstveredelung in Karben, Renaturierungsmaßnahmen und Hochwasserschutz in Ilbenstadt, Karben, Dortelweil und Gronau, Kunst am Fluss in Florstadt, Naturschutzgebiete in Ranstadt und Florstadt, attraktive Spielplätze in Nidda oder Wassersportmöglichkeiten in Schotten.

Planung und Umsetzung obliegen den Verbandskommunen. Die Erlebnispunkte werden zu 2/3 von der Regionalpark Ballungraum RheinMain GmbH, der Fraport AG und dem Land Hessen bezuschusst.

3. Beschilderung

Die umfassende Beschilderung und Markierung des Weges ist umgesetzt. Damit wird der Weg vom Hoherodskopf im Hohen Vogelsberg über die Quelle bis zur Mündung in Frankfurt / Höchst ausgeschildert. Planungs- und Baukosten übernahm die Regionalpark RheinMain GmbH.

4. Anbieterkooperation

Die Attraktivität des Regionalparks Niddaroute hängt aber auch von weiteren Einrichtungen ab: Gastronomie, Übernachtungsmöglichkeiten, Sport- und Freizeiteinrichtungen, Fahrrad- und Sportdienstleister, Lebensmittelmärkte, Kultureinrichtungen, Vereine und Vereinsfeste - sie alle beleben den Regionalpark Niddaroute und bieten ein buntes Programm an. Um dieses Angebot zu bündeln und gemeinsam zu vermarkten, wurde die Anbieterkooperation gegründet, in der sich zahlreiche Dienstleister und Anbieter zusammentun. Damit wird sichergestellt, dass die Besucher des Regionalparks sich rundum wohlfühlen können. Und somit trägt der Ausbau des Regionalparks Niddaroute auch zur Stärkung der örtlichen Wirtschaftsinfrastruktur bei.

Aktionstag an der Niddaroute
Jedes Jahr zu Fronleichnam führt der Zweckverband und die Anbieterkooperation den Aktionstag an der Niddaroute mit vielen Programmpunkten in den verschiedenen Orten durch.

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5. Vermarktung

Damit die Nutzer sich informieren und beim Besuch orientieren können, werden Informationsmöglichkeiten geschaffen, ob im Internet, über eine Erlebniskarte, Pressemitteilungen oder Erläuterungstafeln sowie Informationsstelen entlang des Weges.

6. Erschließung

Der Regionalpark Niddaroute ist besonders gut erreichbar, ob mit Bahn/Bus (ÖPNV) oder dem Auto. Zahlreiche Parkplätze in den Kommunen befinden sich in unmittelbarer Nähe des Niddaradweges. Besonders gut ist aber die Erschließung mit dem ÖPNV. In Eschersheim, Berkersheim, Bad Vilbel, Dortelweil, Groß-Karben, Okarben und Nieder-Wöllstadt gibt es Station der S-Bahnlinie 6 (Frankfurt-Friedberg), in F-Heddernheim und F-Ginnheim U-Bahnstationen der Frankfurter Verkehrsgesellschaft. In Gronau, Assenheim, Ranstadt und Nidda verkehren Regionalbahnen. Von Nidda über Schotten zum Hoherodskopf bietet die Verkehrsgesellschaft Oberhessen einen Fahrradbus mit Anhänger an (Vulkan-Express).

Wetterau - Heimat der Keltenfürsten Regionalpark RheinMain
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